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Backup: Sichere deine Daten, bevor es zu spät ist

Was versteht man unter dem Begriff Backup?

Als „Backup“ wird die Sicherung von Daten auf einem geeigneten Speichermedium bezeichnet. Die Sicherung von Daten, die auf den unterschiedlichsten Geräten anfallen, ist ein permanenter und wiederkehrender Prozess und eine grundlegende Maßnahme zur Datensicherheit. Im Falle eines Datenverlusts können hierdurch die gesicherten Daten wieder verfügbar gemacht werden.

Warum Backups elementar und unverzichtbar sind

Werden keine oder nur unregelmäßige Sicherungen von Daten erstellt, droht im schlimmsten Fall der komplette Datenverlust. Dieser kann unterschiedliche Ursachen haben:

Technische Probleme

Technische Probleme gehören zu den häufigsten Ursachen für Datenverlust, welche bspw. durch einen Defekt der Festplatte oder durch das Erreichen der produktionsbedingten, maximalen Lebensdauer verursacht werden kann.

Menschliches Versagen

Menschliche Bedienungsfehler sind ebenfalls häufige Gründe für Datenverlust. Dies kann bspw. durch versehentliches überschreiben/löschen von Daten entstehen, aber auch durch Formatierung von Datenträgern. Mechanische Beschädigungen der Festplatten durch den Menschen zählen hier ebenfalls dazu: Beschädigungen aufgrund von ausgelaufenen Flüssigkeiten/Getränken, Stöße/Stürze, aber auch unsachgemäßes Ausschalten des PCs oder Laptops bzw. abziehen von externen Speichermedien wie USB-Sticks oder externen Festplatten.

Malwarebefall, Viren- und Hackerangriffe

Die Zahl dieser Angriffe nimmt stetig zu und stellt ebenfalls ein großes Risiko für den Verlust von Daten dar. Insbesondere die Fälle mit Ransomware, auch als Erpressungstrojaner bekannt, sind enorm gestiegen. Hierbei werden alle Dateien auf einem Rechner verschlüsselt, sodass auf diese ohne Key zum Entschlüsseln nicht mehr zugegriffen werden kann. Dieser Key soll nach Zahlung eines Lösegelds durch die Angreifer bereitgestellt werden – ob dies dann aber auch tatsächlich geschieht, ist fragwürdig.

Äußere Einflüsse

Diese sind i.d.R. weder vorhersehbar noch beeinflussbar. Hierzu zählen bspw. Hochwasser, Sturm- oder Feuerschäden, aber auch Diebstahl von Hardware.

Datenverlust auf den verschiedenen Geräten kann unterschiedliche Ursachen haben.

Möglichkeiten von Backups

Es gibt unzählige Möglichkeiten, Backups zu erstellen. Weit verbreitet ist die Sicherung auf Speichermedien wie internen und externen Festplatten, optischen Datenträgern (CD, DVD, Blu-ray) oder Wechselmedien wie USB-Sticks oder Speicherkarten. Auch werden NAS-Systeme – ein in einem lokalen Netzwerk eingebundenes Speichergerät – für immer mehr Nutzer interessant. Die Speicherung von Daten in der Cloud nimmt zudem permanent zu.

Speichermedien

Die Sicherung der Daten auf diversen Speichermedien kann manuell oder mittels Software durchgeführt werden. Im Internet findet sich neben kostenpflichtigen Programmen auch eine Vielzahl an toller und kostenloser Freeware, welche für das Backup verwendet werden kann. Da sich die verschiedenen Tools teilweise stark von der Handhabung, vom Funktionsumfang und der Zuverlässigkeit unterscheiden, ist bei der Wahl der richtigen Software ein genauer Blick notwendig. Hilfreich sind hier Testergebnisse und Empfehlungen diverser PC-Magazine und -Portale.

NAS-Systeme

Dasselbe gilt auch für NAS-Systeme, da hier unterschiedliche Hersteller mit diversen Modellen und Funktionen um die Gunst der Kunden buhlen. Die Frage der Kapazität, der Anzahl der Festplatten und die Bestimmung des RAID-Level sind hier nur die Grundsatz-Überlegungen. Eine Online-Suche hilft aber auch hier bei der Auswahl des am besten geeignete NAS-Systems für den geplanten Einsatzzweck.
Falls ein kostengünstiges Leergehäuse erworben wird, müssten Festplatten selbst dazugekauft und eingebaut werden. Der Anwender muss zudem die Integration in das Netzwerk, die Grundeinrichtung des NAS und die weiteren Konfigurationen selbst vornehmen.

Cloudspeicherung

Der Trend der Cloudspeicherung von Daten ist ungebrochen. Nicht verwunderlich, da einige Anbieter ihren Nutzern kostenlos Online-Speicherplatz anbieten: sei es OneDrive von Microsoft, Google Drive oder Apples iCloud usw. Da diese Firmen jedoch außerhalb von Europa sitzen, greifen nicht die strengen europäischen Datenschutzgesetze und DSGVO-Konformität. Wem dies wichtig ist, sollte einen europäischen Cloud-Anbieter bevorzugen.

Es gibt mittlerweile diverse Anbieter, welche sich auf das Online Backup spezialisiert haben und mit einem ausgereiften Konzept, hohen Sicherheitsstandards einfacher Benutzbarkeit auszeichnen. Auch hier ist eine umfassende Online-Recherche obligatorisch. Versierte Anwender können sich mittels entsprechender Software (bspw. Nextcloud o.ä.) auf einem eigenen Server selbst einen Filehosting-/Backup-Dienst einrichten.

Logo Nextcloud
Mit der Nextcloud kannst du einen eigenen Backup-Dienst einrichten und hosten.

Die Wahl der passenden Backup-Strategie und -Arten

Zwar ist ein Backup besser als keines – jedoch bietet dieses bei Weitem keinen vollumfänglichen Schutz. Eine Kopie kann unbrauchbar sein (bspw. durch Beschädigung, Verlust etc.), sodass im schlimmsten Fall kein Backup zur Verfügung steht. Abhilfe schafft hier die sog. 3-2-1-Regel, welche folgendes besagt:

  • Von jeder wichtigen Datei sollten mind. drei Sicherungskopien bestehen (eine primäre Kopie und zwei Backups)
  • Diese Kopien sollten auf zwei unterschiedlichen Speichermedien gesichert sein (lokale Festplatte, NAS, externe HDD…)
  • Mindestens eine dieser Kopien sollte an einem externen Speicherort aufbewahrt werden (bspw. in der Cloud)

Wichtig dabei ist aber auch die Häufigkeit der Datenspeicherung. Diese sollte kontinuierlich durchgeführt und an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden. Werden regelmäßig viele Daten in kurzer Zeit verarbeitet, ist mindestens eine Sicherung pro Arbeitstag sinnvoll und erforderlich, damit im Bedarfsfall jeweils die aktuellsten Sicherungen zur Verfügung stehen.

Backup-Arten

Für die Sicherung können verschiedene Backup-Arten infrage kommen, wie z. B. Voll-Backup, differentielles oder inkrementelles Backup o.ä.

Wie der Name Voll-Backup erahnen lässt, werden hierbei alle Daten zum Backup-Zeitpunkt gesichert.

Differentielle Backups basieren auf dem letzten Voll-Backup und sichern dabei alle Veränderungen oder neu hinzugefügte Daten seit diesem Zeitpunkt.

Im Unterschied zum differentiellen Backup werden beim inkrementellen Backup nur Änderungen bzw. neue Daten seit dem letzten Voll-Backup und letztem inkrementellen Backup gesichert.

Alle diese Backup-Arten haben Vor- und Nachteile, sodass hier auf die Backup-Strategie ausgerichtet werden sollte.

Backup-Strategien

Ein klassisches Backup-Verfahren ist bspw. das Generationen-Prinzip, welches auf drei Elementen basiert. Zuerst wird eine Vollsicherung erstellt und dann erfolgen die Backups der ersten Generation – die täglichen Sicherungen, welche entweder ein differenzielles oder inkrementelles Backup sein können. Am Ende der Woche wird ein Backup der zweiten Generation erstellt, welches aus einem Voll-Backup besteht. In der darauffolgenden Woche werden die Backups der ersten Generation jeweils täglich überschrieben, da diese ja im Backup der zweiten Generation enthalten sind.

Die Backups der zweiten Generation werden in den folgenden drei Wochen jeweils am Ende der Woche erstellt. Nach vier Wochen wird ein zusätzliches Backup der dritten Generation erstellt. Im neuen Monat werden dann jeweils am Wochenende die Backups der zweiten Generation des Vormonats mit dem neuen Wochenend-Backup überschrieben.

Wähle die passende Backup-Strategie für dein Bedürfnis.

Online Backup bei hosttech

Bei einer Vielzahl an Produkten (Webhosting, Reseller, vServer, Managed Server) erstellen wir täglich Backups für dich, sodass du im Bedarfsfall auf deine Daten zugreifen kannst. Mehr Infos zu unseren Backups findest du auf unserer FAQ-Seite.

Darüber hinaus bieten wir zusätzlich auch noch ein einfach zu bedienendes und zuverlässiges Online Backup für deine Geräte an. Die Key-Features dieses Tools sind:

  • Maximale Sicherheit durch Verschlüsselung der Daten vor der Übertragung
  • Schweizer Serverstandort in ISO-zertifizieren Datacentern mit höchsten Sicherheitsstandards
  • Effiziente Sicherung und geringer Speicherplatzbedarf durch verschiedene Komprimierungsstufen und Backupstrategien

In diese Solution lassen sich beliebige Dateien, Applikationen, Endgeräte und Systeme (physisch oder virtuell) einbinden. Neben deinem PC, Laptop oder Smartphone kannst du auch einen eigenen Cloud- oder dedicated Server zusätzlich in der Cloud sichern. Somit ist das die perfekte Möglichkeit, die oben erwähnte 3-2-1-Regel einfach und absolut sicher in die eigene Backupstrategie zu integrieren.

Die Service-Konsole, welche online aufgerufen werden kann, bietet eine übersichtliche und leicht verständliche Oberfläche. Dort werden alle wichtigen Daten und Informationen bereitgestellt. In dieser Konsole lässt sich auch der Schutzplan erstellen, wo definiert wird, welche Daten in welchem Turnus gesichert werden sollen und wie lange diese aufbewahrt werden müssen. Über diese Oberfläche besteht auch Zugriff auf die letzten Backups, die bei Bedarf wiederhergestellt werden können.

Damit die Synchronisation mit dem jeweiligen Gerät funktioniert, muss noch eine Software heruntergeladen und installiert werden. Dieser „Agent“ wird dann mit dem Account verknüpft und führt dann die Backups gemäß Schutzplan aus.

Fazit

Eine Backupstrategie und auch die regelmäßige Umsetzung dieser ist das A und O für die Datensicherheit – egal ob Privatperson, Verein oder Firma. Nicht nur zum World Backup Day, sondern auch an allen anderen 364 Tagen im Jahr.

Wieso ein Online Backup auch für Fotografen elementar ist, liest du hier.



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